Kohlendioxid-Einsparung 2016

Ebenso verblüfft, wie erfreut war ich, als uns Anfang 2016 die folgende Urkunde über die Kohlendioxid-Einsparung 2016 erreichte:

CO₂-Einsparung 2016
In der Folge werde ich erläutern, dass die Einsparung der Umwandlung von Kohlendioxid von 3200 Buchen im Alter von ca. 80 Jahren entspricht.

 

Was besagt diese Urkunde

Das hat mich interessiert und heute ist es nun soweit, dem etwas näher auf den Grund zu gehen.

Im Jahr 2016 haben wir 2 Hängerzüge mit jeweils gut 10to Fensterprofilen und Rolladen abgefahren. Hängerzug bedeutet hier die Kombination aus unserem 26to Abrollkipper und Anhänger, welche jeweils mit 40m³ Containern beladen waren, also 160m³ beladenenes Volumen.

Rund ein halbes Jahr sammeln und lagern wir das Material für eine Tour, um es dann in die Transportbehälter umzuladen und abzutransportieren. Der Transport ist mit einer Strecke von gut 500 km mit LKW und Anhänger schon eine Tagestour.

Um nun eine CO₂-Bilanz ziehen zu können muss ich nun noch Sortierung, Beladung und Transport berücksichtigen. Leider konnten ich keine Ermittlungshilfe für die Emissionen von Maschinen finden. Meine überschlagsweise Berechnung ergab zumindest für den LKW rund 1000 kg CO₂-Emission für beide Touren. Den schlimmsten Fall annehmend kalkuliere ich nochmal 1000 kg CO₂-Emission für den Maschineneinsatz, für Sortierung, Lagerung und Beladung.

Resultat

Ziehen ich nun die 2000 kg von den eingesparten 42.580 kg ab, liegt die CO₂-Einsparung für 2016 immerhin bei über 40.000 kg.

Diese Zahl hört sich nicht nur groß an, sondern, betrachtet man sie näher, hat sie auch eine große Bedeutung. Am Beispiel des Handelsblatt-Artikels „Wie viele Bäume sind nötig, um eine Tonne CO2 zu binden?“ ergibt sich ein notwendiger Bestand von 3200 Buchen im Alter von rund 80 Jahren für das gleiche Ergebnis.

Die Buche wächst  jährlich 35-45 cm in der Breite. Auf 80 Jahre gerechnet beträgt der Durchmesser der Krone im Mittel somit gut 30 m. Pflanzen wir nun gedanklich so eng, dass die Kronen zu 2/3 ineinander ragen wäre unser Buchenwald über 30000 m² oder 3 Hektar groß, was ungefähr einer Fläche von 4 Fußballfeldern entspricht. Da kann man ja schon von einem Wäldchen sprechen.

Hier die Gegenprobe

Als Quervergleich der angegebenen Berechnungen verweise ich auf die Seite von Stiftung Unternehmen Wald. Im Verlauf wird unter der Überschrift „Hier noch einige Zahlen zum Wald und Holz“ eine Speicherkapazität von 13 Tonnen CO₂ pro Jahr für einen Hektar Wald angegeben. Meine ermittelten 3 Hektar zu Grunde gelegt wären wir bei 39 Tonnen, was unwesentlich von den 40 Tonnen abweicht.

Grundlage für die Urkundenerstellung

Nähere Informationen der zu Grunde liegenden Ermittlungsparameter  gibt es bei unserem Vertragspartner Dekura. Die beurkundete Einsparung beruht demnach auf der Differenz „der Prozess[e] von der Erfassung an der Sammelstelle (Rezyklat) bzw. vom Rohstoffabbau (Neuware) bis zum „Werksausgangstor“ der Aufbereitungsanlage bzw. des PVC-Herstellers.“

Daten über den Gebrauch und das Recycling von Kunststoffen

Mehr über die Verwendung und Verwertung von Kunststoffen finden sie beim Bundesumweltamt.

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